Warum Havanna so schön stinkt – ein Kuba-Crash-Kurs
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Warum Havanna so schön stinkt – ein Kuba-Crash-Kurs

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Ein Havanna Crash-Kurs

Nur wenige Stunden Zeit in einer so einzigartigen Stadt wie Havanna, da müssen wir das Maximum rausholen. Und so stürzen wir uns gleich ins Getümmel der UNESCO-Weltkulturerbe-Altstadt (La Habana Vieja) und klappern die zentralen Must-Sees ab. En passant versuchen wir noch ein wenig kubanische Lebensart zu inhalieren. Und das kann ganz schön auf die Lunge gehen! Die wirklich unzähligen wunderschönen Oldtimer der amerikanischen 50er Jahre verschönern das Stadtbild leider nur optisch. Ihre ungefilterten Abgase kennt die westliche Nase heutzutage so kaum mehr. Ebenso Kult und geruchlich wortwörtlich Geschmacksache ist aber noch etwas anderes, das sogar den Namen von dieser Stadt ableitet: die Havanna-Zigarre. Nicht geraucht, sondern gepafft gehört sie zu den Standard-Souvenirs-Tipps aus Kuba. Und ist auch nirgendwo günstiger zu haben als direkt hier im Erzeugerland!

Oldtimer-in-Havanna
Oldtimer-in-Havanna

 

Kubas Musik ist allgegenwärtig

Als Musiker fühlen wir uns vor allem auf den vier historischen Plätzen der Altstadt wohl, der Plaza Vieja, Plaza de la Catedral, Plaza de Armas und der Plaza de San Francisco. Irgendwo spielt dort immer eine Band die typisch kubanischen Rythmen. Musikalisch kommt man in Havanna an Buena Vista Social Club nicht vorbei. Und es werden Abende angeboten mit den letzten überlebenden Original-Musikern der Truppe! Mehrfach wärmstens empfohlen bekommen wir außerdem auch die abendliche Tropicana-Show, die auch noch lokale Tänze einschließt.
Die gute alte Zeit lebt in Havanna fort

Bereits Hemingway faszinierte in den 1930er Jahren Havanna mit seiner so einzigartigen Lebensart. Seine damalige Bleibe, das Hotel Ambos Mundos, ist in der Lobby immer noch voll gespickt mit Original-Fotos des berühmten Essayisten. Es liegt superzentral, direkt an der Calle Obispo, der Haupt-Flaniermeile. Glücklich, wer hier ein Geschäft besitzt. Selbst kaum einen Meter breite, steile Treppenaufgänge zu Wohnungen werden dort mit käuflichen Schnickschnack-Souvenirs vollgepflastert, um sie an den Mann zu bringen.

 

Fidel-Castro-Wandportrait
Fidel Castro Wandportrait

 

Viel beschaulicher sind da schon die Bücherstände auf der Plaza de Armas. Flohmarkt-ähnlich gibt es hier sämtliche Werke von und über Fidel Castro, Che Guevarra, Marx, Engels und Lenin. Es macht richtig Spaß in den alten kommunistischen Thesen zu schmökern. Und das ausgerechnet in der Stadt, die sie mit am längsten hochgehalten hat weltweit. Für „Ostalgie“-Fans darf dann natürlich auch nicht fehlen der Platz, der Turm und der Palast der Revolution, allerdings noch gut 3-4 km westlich der Altstadt gelegen. Erheblich zentraler noch liegt da das Revolutionsmuseum mit dem „Tanque de la Victoria“, dem Siegespanzer davor.

 

Che Guevarra in Havanna
Che Guevarra in Havanna

 

Fazit: Unzählige Sehenswürdigkeiten wären hier noch aufzuzählen. Schließlich gründet der einzigartige Reiz Havannas direkt und indirekt vor allem aber auf seiner jüngeren politischen Geschichte. Bleibt schlussendlich abzuwarten wie lang dieser noch den Anstürmen US-amerikanischer Touristen widerstehen kann. Hasta la victoria siempre!

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